Spitalgeburt, 2. KInd

"Unser Sohn wurde mit einem Gewicht von 4700 Gramm und 55cm Länge geboren"

Unser zweiter Sohn ist eine Woche nach dem errechneten Termin zur Welt gekommen. Da unser Arzt gesehen hat, dass es wiederum ein schweres Kind wird (unser erster Sohn wog 4530gr.), war er der Ansicht, dass wir die Geburt am errechneten Termin einleiten sollten. Dies, weil wegen des Gewichts das Risiko für eine Schulter-Dystokie erhöht ist.

Mein Mann und ich wünschten uns einen natürlichen Geburtsstart und haben gebetet, dass es vorher von selbst losgeht. Am errechneten Termin ist dann aber alles ruhig geblieben und zu unserem Erstaunen meinte der Arzt, dass wir nun trotzdem noch eine Woche abwarten können. Das Warten forderte unsere Geduld und unser Gottvertrauen heraus. Vor dem Einleitungstermin am Samstag spürte ich in der Nacht zuvor (also von Freitag auf Samstag) um 1.00 Uhr ganz leichte Kontraktionen. Die Kontraktionen hatten eingesetzt, waren aber schwach und überhaupt nicht schmerzhaft. So wartete ich die ganze Nacht darauf, dass sie intensiver werden und bin zwischendurch auch wieder etwas eingeschlafen. Um 7.00 Uhr wachten wir auf und stellten fest, dass die Kontraktionen noch nicht intensiver waren. Da wir aber sowieso um 8.30 Uhr im Spital sein mussten, haben wir uns auf den Weg gemacht.

 

Die Hebamme im Spital hat dann untersucht und festgestellt, dass der Muttermund bereits 5cm offen war. Somit war klar, dass keine Einleitungsmassnahmen notwendig waren und der Geburtsprozess quasi last minute noch selbst gestartet hat  – Gott sei Dank! Die Kontraktionen waren immer noch sehr schwach spürbar für mich und nicht schmerzhaft. Ich konnte mich noch gut dazu unterhalten. Im Gebärsaal wurde dann ein Einlauf gemacht. Dadurch  wurden die Kontraktionen etwas stärker, aber immer noch gut erträglich – ich fühlte mich immer noch sehr wohl. Die Hebamme fragte mich dann, ob ich gerne ins Wasser möchte für die Geburt. Ich bejahte – dachte aber, dass es sowieso noch eine längere Angelegenheit wird und das eigentliche „gebären“ noch weit weg ist. So war ich dann noch eine Zeit lang im Wasser und es war tatsächlich fast wie wellnessen. Ich konzentrierte mich auch darauf, meinen Körper zu entspannen und fühlte mich von Gott begleitet. Nach einiger Zeit wollte die Hebamme dann in Absprache mit dem Arzt die Fruchtblase öffnen. Ich willigte ein. Anschliessend hatte ich eine scherzhafte Wehe und verspürte bereits Drang zum Schieben. Vier Wehen später war Gabriel geboren. Und dies mit einem Gewicht von 4,7 kg und 55cm Länge. Es brauchte keine Hilfsmittel (Saugglocke, etc.) und es hat nur einen kleinen Dammriss (1. Grades) hinterlassen. Ich war überwältigt, dass die Geburt nun bereits geschafft ist und nur die letzten 5 Minuten für mich streng und schmerzhaft waren.

 

 

Alle meine Erwartungen wurden übertroffen! Auch die Schultern konnten gut geboren werden, wofür wir sehr dankbar sind! Was besonders toll ist: Wir haben im Vorfeld dafür gebetet, dass die Geburt im Spital nur noch ca. 4h dauert. Als wir um 8.30 Uhr dort waren, hielt ich das für total unrealistisch, weil die Kontraktionen so schwach waren. Aber letztendlich kam Gabriel um 12.20 Uhr zur Welt – also genau innerhalb dieser 4h. Eine mega Gebetserhörung! Auch mein Mann hat die Geburt gut erlebt. Er war die ganze Zeit über sehr ruhig und hat um 12.00 Uhr sogar noch gegessen, da er auch dachte, dass es noch ein paar Stunden dauern könnte ;-)